Windows Eingabeaufforderung – Hilfreiche Netzwerkbefehle

Es gibt ein paar sehr hilfreiche Befehle und Anweisungen die in der Windows Eingabeaufforderung verwendet werden können, die einem ICT-Techniker das Leben erleichtern.

Screenshot: Windows Eingabeaufforderung nach dem Start

 

BefehlFunktion
/?

Liefert Erläuterungen zum jeweiligen Befehl

Syntax:
<Befehl> /?

Beispiel:
PING /?
Liefert Informationen über den PING-Befehl

CD

Zum Wechseln von Verzeichnissen.

Beispiel:
CD c:/temp
Wechselt in den Ordner temp, vorausgesetzt man befindet sich bereit auf dem Laufwerk C:

Beispiel:
CD..
Wechselt in das übergeordnete Verzeichnis (parent directory).

Beispiel:
CD /d d:/temp
Wechselt das Verzeichnis und das Laufwerk.

DIRListet Ordner und Dateien des Verzeichnisses auf in dem sich der Benutzer im Moment befindet.
FSUTIL

Führt Anweisungen in Bezug auf die Dateisysteme FAT und NTFS durch. Kann durch diverse Paramter ergänzt werden.

Beispiel:
fsutil file createnew testfile.xxx 10000000000
Erstellt eine Datei «Testfile» mit einer Grösse von 10 GB.

HELPLiefert eine Liste von möglichen Befehlen (ohne Netzwerkbefehle)
HOSTNAMELiefert den Namen des Computers
IF

Führt Anweisungen nach erfolgreicher Evaluierung einer Bedingungen aus

Syntax:
IF NOT string1==string2 (Befehl) ELSE (Befehl)

Erläuterungen:
NOT (optional): Führt die Anweisungen durch wenn die IF-Bedingung falsch ist.
string1==string2: Bedingung, ist erfüllt wenn die beiden Textstrings übereinstimmen.
Befehl: Befehl der Ausgeführt wird
ELSE (optional): Oder-Klausel. Falls auch etwas durchgeführt werden soll, wenn die Bedingung nicht zutrifft

Beispiel:
IF %computername% == Computer01 (echo ok) else (echo falscher pc)
Vergleicht die Variable «computername» mit dem String «Computer01» und gibt je nach Resultat eine Meldung aus.

IPCONFIGLiefert im Moment zugeteilte und vom Netzwerk gelieferte Netzeinstellungen. Dieser Befehl kann verwendet werden um Netzwerkverbindungen sowie Netzwerkeinstellungen zu überprüfen
NETSTAT

Liefert Statistiken und Informationen des TCP/IP Netzwerkprotokolls.

-a   Zeigt alle Verbindungen und Listening ports.
-e   Zeigt Ethernetstatistiken
-f    Zeigt den Fully-Qualified Host Name (FQHN) für fremde Adressen
-o   Zeigt die ID des dazugehörigen Prozesses für jede Verbindung
-r    Zeigt die Routingtabelle

PINGHilft beim Ermitteln von TCP/IP Netzwerkadressen sowie beim Ermitteln von Problemen im Netzwerk.
ROUTE PRINTZum Ausgeben der Netzwerkroutingtabelle
SYSTEMINFOLiefert komplette Systeminformationen für Microsoft Windows Computer
TRACERTZum Sichbarmachen wie ein Netzwerkpaket gesendet und empfangen wird und die Anzahl Hops die benötigt werden bis es sein Ziel erreicht.
WHOAMILiefert den Namen des momentan angemeldeten Benutzers
ZeichenFunktion

>

 

Erlaubt es die Ausgabe eines Befehls in eine Datei zu schreiben statt auf den Bildschirm.

Beispiel:
DIR > dir.txt
Schreibt die Liste in die Datei dir.txt anstatt auf den Bildschirm (wenn die Datei noch nicht exisitiert wird sie erstellt). Der bestehende Inhalt der Datei wird überschrieben.

>>

Analog dem «>»-Zeichen. Der auszugebende Inhalt wird allerdings auf eine neue Zeile an das Ende der Datei gehängt.

% %

Werden benutzt um eine Variable zu bezeichnen. Jeweils ein Zeichen wird an den Anfang und das Ende der Variable gesetzt. «SET NAME=SANDRA» bedeutet das überwall wo man die Variable NAME verwenden will, %NAME% geschrieben werden muss. DOS wird diese Variable dann überall mit SANDRA ersetzen.

==

Gleich Operator, wird benutzt um bei eine IF-Bedingung zu testen ob zwei Werte gleich sind.

Beispiel:
IF %NAME% == «Computer01» ECHO Das ist der richtige Computer
Falls die Variable NAME den Wert «Computer01» hat, wird der String «Das ist der richtige Computer» ausgegeben

VariableFunktion
COMPUTERNAME

Enthält den Hostnamen.

TastenkombinationFunktion
[CTRL] + C

Unterbricht die momentane Stapelverarbeitung, falls möglich