Geoblocking

Geoblocking ist eine im Internet eingesetzte Technik zur regionalen Sperrung von Internetinhalten, meist durch den Anbieter. Die Technik kommt insbesondere beim Urheberschutz über das Internet verbreiteter Werke wie Filme und Fernsehsendungen zum Einsatz. In unserem Fall wird sie verwendet, um eingehende, potenziell gefährliche Verbindung zu blockieren.

Allgemeine Funktionsweise

Jedes Gerät, das direkt mit dem Internet verbunden ist, erhält von seinem Internetprovider (z.B. Swisscom) eine weltweit eindeutige IP-Adresse zugewiesen. Dem Provider steht dazu ein Kontigent von IP-Adressen zur Verfügung. Die zugewiesenen IP-Adressbereiche sind öffentlich zugänglich. Wenn sich nun ein Gerät mit Ihrem Firmennetzwerk verbinden will, wird von der Firewall überprüft, welchem Provider diese IP-Adresse zugewiesen ist. Befindet sich der Provider in einem Land, dass auf der Geoblockliste steht, wird die Verbindung abgelehnt.

Liste ausfüllen

Um die Geoblocking-Funktion zu nutzen, müssen Sie unsere Geofilterliste ausfüllen und uns senden. Die Liste enthält alle Länder und Regionen, die blockiert werden können. Kreuzen Sie die Länder an, von denen Sie keine Verbindungen zulassen wollen. Wenn Sie eine übergeordnete Region ankreuzen (Europa, Afrika, Asien usw.), werden alle darin befindlichen Länder auch blockiert.

Beachten Sie: Mit dieser Liste werden nur eingehende Verbindungen in Ihr Firmennetzwerk blockiert. Sie können weiterhin Verbindungen in die ganze Welt aufbauen. Ein Beispiel: Angenommen Sie blockieren Russland, dann können Sie weiterhin russische Webseiten öffnen, da Sie hier aktiv die Verbindung aufbauen, Sie erhalten aber keine Mails mehr, die von einem russischen Mailserver kommen, da dafür der russische Server die Verbindung aufbauen müsste.

Umgehungsmöglichkeiten

Geoblocking kann durch Nutzung eines Proxy-Servers, der in einem nicht-gesperrten Land steht, umgangen werden. Der Angreifer verbindet sich dazu zuerst mit einem Server der z.B. in Deutschland steht und erst von dort mit Ihrem Netzwerk. Virtuelle Private Netze (VPN) und Anonymisierer wie der TOR-Browser verschleiern auch die tatsächliche IP-Adresse.

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